1956

Mercedes Benz 300 Sc Roadster

Highlights

Nur 53 (!) Exemplare als 300 Sc Roadster gefertigt

Von 1987 bis 2022 beim vorletzten Besitzer in Deutschland – das sind 35 Jahre und das halbe Leben dieses Fahrzeugs

Attraktives, elegantes Farbschema in dunkelblau kombiniert mit einem dunkelroten Leder-Interieur und Verdeck in dunkelblau

Ältere Restaurierung, gut erhalten und mit leichter, feiner Patina

Motor „Matching Numbers“, Datenkarte zur Auslieferung vorhanden

Originaler Koffersatz vorhanden !

Seinerzeit der exklusivste Mercedes und teurer als ein 300 SL – ein „Manufaktur“-Fahrzeug der 1950er Jahre für die „Oberen 10.000“

Daten & Fakten

Baujahr: 1956

Stückzahl: 53 Exemplare 300 Sc Roadster / 200 Einheiten 300 Sc (W188 II)

Farbkombination: dunkelblau mit Lederinterieur dunkelrot, Verdeck in dunkelblau

Laufleistung (abgelesen): 67.215 km

Motor: 6-Zylinder Reihenmotor, wassergekühlt, eine obenliegende Nockenwelle, mechanisch geregelte Direkteinspritzung Bosch

Hubraum/Leistung: 2.996 ccm, 175 PS bei 5.400 U/min (Werksangaben)

Getriebe: Manuell, 4-Gang, Lenkradschaltung

Bremsen: Trommelbremsen vorn/hinten, hydraulisch betätigt

Leergewicht: 1.780 kg (Werksangabe)

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h (Werksangabe)

Ausstattung: Originales Kofferset, Weißwandreifen, Wagenheber

Dokumente: Deutsche H-Zulassung, Datenkarte zur Auslieferung, diverse Rechnungen

Preis: auf Anfrage (MwSt. nicht ausweisbar)

Dieses Fahrzeug

Dieser Mercedes Benz 300 Sc Roadster wurde laut Datenkarte im März 1956 im Werk fertig gestellt und sodann in die USA ausgeliefert. Das originale Farbschema war weissgrau (Farbcode 158) mit einem Lederinterieur in grün (1078) und weissgrau (1083) sowie einem Verdeck in schwarz.

Mitte der 1980er Jahre gelangte der exklusive Roadster zurück nach Deutschland zu einem Besitzer im Raum Rotenburg/Wümme, der dem Wagen dann ganze 35 Jahre (!) die Treue hielt. Er ließ 1987 bei einem Mercedes Benz Vertragspartner in Hamburg viele Details überholen bzw. erneuern. Hierzu liegt eine detaillierte Rechnung über 62.000 DM vor, was seinerzeit eine beträchtliche Summe für solch eine Maßnahme war. Dabei wurden unter anderem der Motor (das originale Aggregat mit „Matching Numbers“) instandgesetzt, Teile des Fahrwerks überholt und diverse Karosserie- und Zierteile sowie Bleche überarbeitet.

Zudem hat das Fahrzeug eine neue Lackierung erhalten. Im Jahr 2022 wechselte der 300 Sc zu seinem letzten Besitzer im Raum Bonn.

Heute präsentiert sich der 300 Sc Roadster in einer klassischen dunkelblauen Lackierung mit einem dunkelroten Leder-Interieur – eine sehr stilvolle, mondäne Kombination. Das im Laufe der Zeit erneuerte Leder weist eine leichte, schöne Patina auf und die Edelhölzer machen einen hochwertigen Eindruck mit schönem Oberflächenfinish. Die Spaltmaße der Karosserieteile verlaufen exakt und die Flächigkeit der Karosserie ist gleichmäßig. Auch alle Anbau- und Zierteile sitzen passgenau. Zudem überzeugt der Motor mit einem hervorragenden Laufverhalten. Und das erhabene Fahrgefühl ist bei deisem 300 Sc Roadster ein ständiger Begleiter.

Modellgeschichte

Der Mercedes Typ 300 S (W 188 I) wurde auf dem Pariser Auto-Salon im Oktober 1951 vorgestellt und war das zweitürige Spitzenmodell des Mercedes PKW-Programms. Gegenüber dem viertürigen Typ 300 (W 186 Limousine und Cabriolet) verfügt das Fahrgestell beim 300 S über einen 150 mm kürzeren Radstand. Die Motorleistung betrug dank dem Einsatz von drei Vergasern 150 PS. Der 300 S war in drei Karosserie-Varianten als Cabriolet, Roadster und Coupé erhältlich. Positioniert war er als besonders repräsentativer Wagen mit sportlicher Note für allerhöchste Ansprüche an Straßenlage und Komfort. Im Urteil der internationalen Fachpresse wurde das neue Modell 300 S als "Wagen der Weltelite" und als „Maßstab für das heute im Automobilbau erreichbare“ gelobt.

Den Status als technische Speerspitze verteidigte Mercedes ab 1955 mit dem modifizierten 300 Sc (W 188 II). Die Gemischbildung erfolgte nicht mehr über drei Vergaser, sondern stattdessen durch eine Benzin-Direkteinspritzung (wie beim 300 SL); bei gleichzeitiger Erhöhung der Verdichtung wurde so die Motorleistung auf 175 PS gesteigert. Dieses Highlight im Serienfahrzeugbau wurde mit einer EINSPRITZMOTOR-Kennung auf der hinteren Stoßstange betont. Das Fahrwerk verfügte wie der 300c über eine Eingelenk-Pendelachse mit tiefliegendem Drehpunkt für eine deutlich bessere Straßenlage.

Karosserieseitig hatte der 300 Sc Ausstellscheiben an den Seitenfenstern sowie größere Blinkleuchten vorn und hinten. Weitere Unterschiede waren zwei waagerechte, mit Chromstäben verzierte Lüftungsschlitze auf beiden Seiten unterhalb der Motorhaube sowie eine vom vorderen bis zum hinteren Radausschnitt durch-gehende Chromleiste.

Das Modell 300 S bzw. 300 Sc galt als Spitze des Luxuswagenbaus, die sich auch im hohen Kaufpreis (etwa 50% mehr als die Limousine) niederschlug. Alle Varianten spiel(t)en in punkto Exklusivität, Verarbeitung, Komfort und Wertigkeit in der Liga damaliger Rolls Royce und Bentley.

Die W 188 Modelle sind sehr viel seltener als der legendäre 300 SL als Flügeltürer und Roadster. Vom 300 Sc verließen insgesamt lediglich 200 Exemplare (Roadster, Coupé und Cabriolet) das Werk. Vom sportiven Roadster mit dem flach gefalteten Verdeck entstanden 53 Fahrzeuge.

Im Jahr 1958 endete die Produktion der Baureihe W 188 und damit auch die Ära von Karosserien, die auf einem separaten Rahmen mit Antriebsstrang montiert wurden.

Dieses Fahrzeug

Dieser Mercedes Benz 300 Sc Roadster wurde laut Datenkarte im März 1956 im Werk fertig gestellt und sodann in die USA ausgeliefert. Das originale Farbschema war weissgrau (Farbcode 158) mit einem Lederinterieur in grün (1078) und weissgrau (1083) sowie einem Verdeck in schwarz.

Mitte der 1980er Jahre gelangte der exklusive Roadster zurück nach Deutschland zu einem Besitzer im Raum Rotenburg/Wümme, der dem Wagen dann ganze 35 Jahre (!) die Treue hielt. Er ließ 1987 bei einem Mercedes Benz Vertragspartner in Hamburg viele Details überholen bzw. erneuern. Hierzu liegt eine detaillierte Rechnung über 62.000 DM vor, was seinerzeit eine beträchtliche Summe für solch eine Maßnahme war. Dabei wurden unter anderem der Motor (das originale Aggregat mit „Matching Numbers“) instandgesetzt, Teile des Fahrwerks überholt und diverse Karosserie- und Zierteile sowie Bleche überarbeitet. Zudem hat das Fahrzeug eine neue Lackierung erhalten. Im Jahr 2022 wechselte der 300 Sc zu seinem letzten Besitzer im Raum Bonn.

Heute präsentiert sich der 300 Sc Roadster in einer klassischen dunkelblauen Lackierung mit einem dunkelroten Leder-Interieur – eine sehr stilvolle, mondäne Kombination. Das im Laufe der Zeit erneuerte Leder weist eine leichte, schöne Patina auf und die Edelhölzer machen einen hochwertigen Eindruck mit schönem Oberflächenfinish. Die Spaltmaße der Karosserieteile verlaufen exakt und die Flächigkeit der Karosserie ist gleichmäßig. Auch alle Anbau- und Zierteile sitzen passgenau. Zudem überzeugt der Motor mit einem hervorragenden Laufverhalten. Und das erhabene Fahrgefühl ist bei deisem 300 Sc Roadster ein ständiger Begleiter.

Modellgeschichte

Der Mercedes Typ 300 S (W 188 I) wurde auf dem Pariser Auto-Salon im Oktober 1951 vorgestellt und war das zweitürige Spitzenmodell des Mercedes PKW-Programms. Gegenüber dem viertürigen Typ 300 (W 186 Limousine und Cabriolet) verfügt das Fahrgestell beim 300 S über einen 150 mm kürzeren Radstand. Die Motorleistung betrug dank dem Einsatz von drei Vergasern 150 PS. Der 300 S war in drei Karosserie-Varianten als Cabriolet, Roadster und Coupé erhältlich. Positioniert war er als besonders repräsentativer Wagen mit sportlicher Note für allerhöchste Ansprüche an Straßenlage und Komfort. Im Urteil der internationalen Fachpresse wurde das neue Modell 300 S als "Wagen der Weltelite" und als „Maßstab für das heute im Automobilbau erreichbare“ gelobt.

Den Status als technische Speerspitze verteidigte Mercedes ab 1955 mit dem modifizierten 300 Sc (W 188 II). Die Gemischbildung erfolgte nicht mehr über drei Vergaser, sondern stattdessen durch eine Benzin-Direkteinspritzung (wie beim 300 SL); bei gleichzeitiger Erhöhung der Verdichtung wurde so die Motorleistung auf 175 PS gesteigert. Dieses Highlight im Serienfahrzeugbau wurde mit einer EINSPRITZMOTOR-Kennung auf der hinteren Stoßstange betont. Das Fahrwerk verfügte wie der 300c über eine Eingelenk-Pendelachse mit tiefliegendem Drehpunkt für eine deutlich bessere Straßenlage. Karosserieseitig hatte der 300 Sc Ausstellscheiben an den Seitenfenstern sowie größere Blinkleuchten vorn und hinten. Weitere Unterschiede waren zwei waagerechte, mit Chromstäben verzierte Lüftungsschlitze auf beiden Seiten unterhalb der Motorhaube sowie eine vom vorderen bis zum hinteren Radausschnitt durch-gehende Chromleiste.

Das Modell 300 S bzw. 300 Sc galt als Spitze des Luxuswagenbaus, die sich auch im hohen Kaufpreis (etwa 50% mehr als die Limousine) niederschlug. Alle Varianten spiel(t)en in punkto Exklusivität, Verarbeitung, Komfort und Wertigkeit in der Liga damaliger Rolls Royce und Bentley.

Die W 188 Modelle sind sehr viel seltener als der legendäre 300 SL als Flügeltürer und Roadster. Vom 300 Sc verließen insgesamt lediglich 200 Exemplare (Roadster, Coupé und Cabriolet) das Werk. Vom sportiven Roadster mit dem flach gefalteten Verdeck entstanden 53 Fahrzeuge.

Im Jahr 1958 endete die Produktion der Baureihe W 188 und damit auch die Ära von Karosserien, die auf einem separaten Rahmen mit Antriebsstrang montiert wurden.