1962

Mercedes Benz 300 SL Roadster

Highlights

Attraktives Farbschema in silber mit Leder-Interieur in schwarz und Verdeck schwarz

Erstauslieferung in Deutschland

Scheibenbremsen ab Werk

Originaler Mercedes-Benz Werksaustauschmotor

Datenkarte vorhanden

Seit Erstauslieferung in Deutschland verblieben

Besitzhistorie vollständig bekannt

Ultimative, zeitlose Stilikone mit Rennsport-Genen aus dem Hause Mercedes Benz – ein Traumwagen seit 1957 bis heute

Daten & Fakten

Baujahr: 1962

Stückzahl: insgesamt 1.858 Roadster sowie 1.400 Flügeltüren-Coupés

Farbkombination: Silber-metallic, Interieur schwarz, Verdeck schwarz

Laufleistung (abgelesen): 87.900 km

Motor: 6-Zylinder-Reihenmotor mit Bosch Direkteinspritzung, 45° nach links geneigt verbaut, wassergekühlt, obenliegende Nockenwelle (OHC) mit Duplex-Rollenkette, Trockensumpfschmierung

Hubraum/Leistung: 2.996 ccm, 215 PS bei 5.800 U/min (Werksangaben)

Getriebe: manuell, 4-Gang, Mittelschaltung

Bremsen: Scheibenbremsen ab Werk

Leergewicht: 1.330 kg (Werksangabe)

Höchstgeschwindigkeit: ca. 240 km/h

Ausstattung: Radio

Dokumente: deutsche Zulassungsdokumente, MB-Datenkarte zur Auslieferung, alter Papierdeckelbrief

Preis: auf Anfrage (MwSt. nicht ausweisbar)

Dieses Fahrzeug

Dieser Mercedes-Benz 300 SL Roadster wurde im Januar 1962 fertiggestellt und in der außergewöhnlichen Farbkombination Hellblau (DB 390) – einer Außenfarbe, die nach heutigem Kenntnisstand vermutlich nur dreimal vergeben wurde – an seinen ersten Besitzer in Deutschland ausgeliefert. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Automobil sein gesamtes Leben in Deutschland verbracht hat. Eine lückenlos dokumentierte Besitzhistorie ermöglicht es, den Lebensweg des Fahrzeugs über mehr als sechs Jahrzehnte vollständig nachzuvollziehen – eine Seltenheit, die bei einem 300 SL von besonderem Wert ist.

Das Fahrzeug trägt die außergewöhnliche Fahrgestellnummer 3000, die ihm innerhalb der ohnehin exklusiven Baureihe eine zusätzliche Besonderheit verleiht. Als spätes Exemplar gehört dieser Roadster zudem zur begehrten Generation mit der ab Werk eingeführten Scheibenbremsanlage, welche die Fahreigenschaften und die Sicherheit gegenüber den frühen Fahrzeugen nochmals deutlich verbessert

Im Laufe seines Lebens wurde der Roadster sorgfältig gepflegt. Sein authentischer Charakter blieb dabei stets bewahrt. Heute präsentiert sich dieser 300 SL als Sammlerautomobil mit transparenter Besitzerhistorie.

Im Jahre 2000 wählte ein internationales Journalisten-Gremium den Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer zum gelungensten Automobildesign des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich scheint das Ansehen eines Straßenwagens oft sogar noch vor seinen herausragenden Fahreigenschaften zu stehen. Betrachtet man hingegen Wettbewerbsfahrzeuge, rückt ihre technische Raffinesse stärker in den Vordergrund.

Seine zeitlose Formensprache begeistert generationenübergreifend, während das offene Fahren dem Roadster eine zusätzliche Dimension des Fahrerlebnisses verleiht. Unser hier vorgestelltes Exemplar aus dem Jahre 1962 verbindet diese Eleganz mit der serienmäßigen Scheibenbremsanlage der späten Baujahre.

Modellgeschichte

Im Jahr 1952 entschied der Vorstand von Daimler-Benz wieder am internationalen Rennsport teilzunehmen und ließ den 300 SL Rennsportwagen (W194) entwickeln. Schon im selben Jahr errang der Wagen beachtliche Erfolge: Den 2. Platz bei der Mille Miglia, einen Doppelsieg in Le Mans mit neuem Geschwindigkeitsrekord. Ein Vierfachrekord (!) am Nürburgring folgte und der 1. Platz bei der Carrera Pan Americana.

Diese Motorsport-Erfolge wollte man auch kommerziell nutzen. So feiert 1954 die Straßenversion des 300 SL (W198) in New York ihr Debüt. Markant sind vor allem die nach oben aufschwingenden Flügeltüren. Ihr Grund ist bauartbedingt: Wie beim Rennsportwagen von 1952 basiert die Straßenversion auf konsequenter Leichtbauweise, bei der ein Gitterrohrrahmen Motor, Getriebe und Achsen trägt und keine konventionellen Türen ermöglicht. Zudem ist er weltweit der erste Serien-Pkw mit einer Benzindirekteinspritzung.

Auf dem Genfer Automobil-Salon im März 1957 wurde als Nachfolger des Flügeltürers ein Roadster vorgestellt, der technisch im Wesentlichen dem Coupé entsprach. Durch Modifikationen der Seitenteile des Gitterrohr-Rahmens konnte jedoch die Einstiegshöhe so weit reduziert werden, dass sich normale Türen realisieren ließen. Dank flacherem Rahmenheck und neu gestaltetem Tank liegt das Reserverad unter dem Boden, so dass es nun einen Kofferraum gab.

Grundlegend verbessert wurde die Hinterrad-Aufhängung: Die bereits vom Typ 220a bekannte Eingelenk-Pendelachse mit tiefgelegtem Drehpunkt wurde in angepasster Form nun auch beim 300 SL Roadster eingebaut und war erstmals mit einer Ausgleichfeder versehen. Gegenüber der Flügeltüren-Version wurden somit deutlich verbesserte Fahreigenschaften erreicht.

Von den technischen Änderungen, die im Laufe von sechs Jahren in die Produktion einflossen, sind zwei besonders relevant: Im März 1961 erhielt der 300 SL Dunlop-Scheibenbremsen an allen vier Rädern, und ab März 1962 wurde ein modifizierter Motor mit Leichtmetall-Block eingebaut. Vom offenen Roadster wurden 1.858 Exemplare gefertigt, zuvor vom Flügeltürer 1.400.

Der 300 SL war sowohl als Coupé und als Roadster zu seiner Zeit DAS Auto der deutschen und internationalen Prominenz – darunter Sophia Loreen, Romy Schneider, Juan Manuel Fangio, Clark Gable, Tony Curtis, Herbert von Karajan, Hussein von Jordanien, Curt Jürgens, Gunter Sachs und viele mehr. Die Produktion des 300 SL lief im Februar 1963 aus und markierte bei Daimler-Benz das Ende einer Epoche. Beide Versionen des 300 SL, Roadster wie Flügeltürer, waren von Anfang an besondere Liebhaberfahrzeuge und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.

Dieses Fahrzeug

Dieser Mercedes-Benz 300 SL Roadster wurde im Januar 1962 fertiggestellt und in der außergewöhnlichen Farbkombination Hellblau (DB 390) – einer Außenfarbe, die nach heutigem Kenntnisstand vermutlich nur dreimal vergeben wurde – an seinen ersten Besitzer in Deutschland ausgeliefert. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Automobil sein gesamtes Leben in Deutschland verbracht hat. Eine lückenlos dokumentierte Besitzhistorie ermöglicht es, den Lebensweg des Fahrzeugs über mehr als sechs Jahrzehnte vollständig nachzuvollziehen – eine Seltenheit, die bei einem 300 SL von besonderem Wert ist.

Das Fahrzeug trägt die außergewöhnliche Fahrgestellnummer 3000, die ihm innerhalb der ohnehin exklusiven Baureihe eine zusätzliche Besonderheit verleiht. Als spätes Exemplar gehört dieser Roadster zudem zur begehrten Generation mit der ab Werk eingeführten Scheibenbremsanlage, welche die Fahreigenschaften und die Sicherheit gegenüber den frühen Fahrzeugen nochmals deutlich verbessert

Im Laufe seines Lebens wurde der Roadster sorgfältig gepflegt. Sein authentischer Charakter blieb dabei stets bewahrt. Heute präsentiert sich dieser 300 SL als Sammlerautomobil mit transparenter Besitzerhistorie.

Im Jahre 2000 wählte ein internationales Journalisten-Gremium den Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer zum gelungensten Automobildesign des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich scheint das Ansehen eines Straßenwagens oft sogar noch vor seinen herausragenden Fahreigenschaften zu stehen. Betrachtet man hingegen Wettbewerbsfahrzeuge, rückt ihre technische Raffinesse stärker in den Vordergrund.

Seine zeitlose Formensprache begeistert generationenübergreifend, während das offene Fahren dem Roadster eine zusätzliche Dimension des Fahrerlebnisses verleiht. Unser hier vorgestelltes Exemplar aus dem Jahre 1962 verbindet diese Eleganz mit der serienmäßigen Scheibenbremsanlage der späten Baujahre.

Modellgeschichte

Im Jahr 1952 entschied der Vorstand von Daimler-Benz wieder am internationalen Rennsport teilzunehmen und ließ den 300 SL Rennsportwagen (W194) entwickeln. Schon im selben Jahr errang der Wagen beachtliche Erfolge: Den 2. Platz bei der Mille Miglia, einen Doppelsieg in Le Mans mit neuem Geschwindigkeitsrekord. Ein Vierfachrekord (!) am Nürburgring folgte und der 1. Platz bei der Carrera Pan Americana.

Diese Motorsport-Erfolge wollte man auch kommerziell nutzen. So feiert 1954 die Straßenversion des 300 SL (W198) in New York ihr Debüt. Markant sind vor allem die nach oben aufschwingenden Flügeltüren. Ihr Grund ist bauartbedingt: Wie beim Rennsportwagen von 1952 basiert die Straßenversion auf konsequenter Leichtbauweise, bei der ein Gitterrohrrahmen Motor, Getriebe und Achsen trägt und keine konventionellen Türen ermöglicht. Zudem ist er weltweit der erste Serien-Pkw mit einer Benzindirekteinspritzung.

Auf dem Genfer Automobil-Salon im März 1957 wurde als Nachfolger des Flügeltürers ein Roadster vorgestellt, der technisch im Wesentlichen dem Coupé entsprach. Durch Modifikationen der Seitenteile des Gitterrohr-Rahmens konnte jedoch die Einstiegshöhe so weit reduziert werden, dass sich normale Türen realisieren ließen. Dank flacherem Rahmenheck und neu gestaltetem Tank liegt das Reserverad unter dem Boden, so dass es nun einen Kofferraum gab.

Grundlegend verbessert wurde die Hinterrad-Aufhängung: Die bereits vom Typ 220a bekannte Eingelenk-Pendelachse mit tiefgelegtem Drehpunkt wurde in angepasster Form nun auch beim 300 SL Roadster eingebaut und war erstmals mit einer Ausgleichfeder versehen. Gegenüber der Flügeltüren-Version wurden somit deutlich verbesserte Fahreigenschaften erreicht.

Von den technischen Änderungen, die im Laufe von sechs Jahren in die Produktion einflossen, sind zwei besonders relevant: Im März 1961 erhielt der 300 SL Dunlop-Scheibenbremsen an allen vier Rädern, und ab März 1962 wurde ein modifizierter Motor mit Leichtmetall-Block eingebaut. Vom offenen Roadster wurden 1.858 Exemplare gefertigt, zuvor vom Flügeltürer 1.400.

Der 300 SL war sowohl als Coupé und als Roadster zu seiner Zeit DAS Auto der deutschen und internationalen Prominenz – darunter Sophia Loreen, Romy Schneider, Juan Manuel Fangio, Clark Gable, Tony Curtis, Herbert von Karajan, Hussein von Jordanien, Curt Jürgens, Gunter Sachs und viele mehr. Die Produktion des 300 SL lief im Februar 1963 aus und markierte bei Daimler-Benz das Ende einer Epoche. Beide Versionen des 300 SL, Roadster wie Flügeltürer, waren von Anfang an besondere Liebhaberfahrzeuge und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.