Jensen C-V8 MK III
Highlights
Daten & Fakten
Dieses Fahrzeug
Dieser Jensen C-V8 ist ein Modell der letzten Serie (Mk III) aus dem Jahr 1966. Das originale Farbschema war dunkelblau mit einem Leder-Interieur in grau. Heute trägt der Wagen die Farbe „California Sage“ (hellgrün-metallic) mit einem Leder-Interieur in schwarz. Diese äußerst mondäne Lackierung wurde nur 15-mal bei allen 500 produzierten C-V8 Exemplaren ausgeliefert.
Ursprüngliche war dieses Exemplar für den Export in die USA vorgesehen, verblieb dann jedoch als Werkswagen bei Jensen Motors in West Bromwich. Danach übernahm der Jensen Enthusiast Lord Strathcarron den Wagen und behielt ihn bis 1983. Im Jahr 1986 gelangte der C-V8 über eine Auktion nach Belgien, wo er bis 1993 verblieb. Von dort wurde er nach Deutschland verkauft. Zuerst an einen Besitzer (Name bekannt) in Kiel und 1998 an eine Eigentümerin (Name bekannt) in der Nähe von Hamburg. Ein Jahr später erwarb der aktuelle Besitzer in Hamburg den Jensen C-V8 und ergänzte damit seine Sammlung britischer Klassiker.
Wenige Jahre später entschloss er sich, den Jensen umfassend zu restaurieren und in einen hochwertigen technischen und optischen Zustand zu versetzen. Dazu wurde die Karosserie vom Fahrgestell getrennt und die Komponenten sorgfältig einzeln bearbeitet. Die Kunststoffkarosserie wurde vom alten Lack befreit und in acht Schichten in „California Sage“ neu aufgebaut sowie die Karosseriedichtungen und Verglasung ersetzt. Die Aluminium-Türen wurden zerlegt und überholt (inkl. Schlösser und Fenstermechanik), die Chrom- und Anbauteile aufbereitet oder erneuert, der Unterboden eisgestrahlt und versiegelt und alle Hohlräume rostgeschützt. Einige Teile des Stahlbodens wurden erneuert und der Boden neu lackiert. Ebenso der Fahrzeugrahmen.
Der originale Motor („Matching Numbers“) wurde zerlegt und aufwendig überholt, die Zylinder auf Übermaß gehont und Hochleistungskolben verbaut. Der Leichtmetallzylinderkopf wurde mit anderen Ventilen und anderer Nockenwelle versehen. Durch einen geänderten Ansaugtrakt und eine angepasste Vergaseranlage wurde zugleich die Leistung auf ca. 365 PS gesteigert. Das Getriebe und Differential, die Kardanwelle sowie die Nebenaggregate (Lichtmaschine, Benzinpumpe, Lenk-Servo, Verteiler) und der Kühler (mit Hochleistungs-Ventilatoren) wurden überholt. Zur Schonung der Aggregate wurden ein Ölkühler, Getriebeölkühler, Servoölkühler und Kraftstoffölkühler nachgerüstet, was die Nutzbarkeit des Autos deutlich erhöht. Die Edelstahl-Auspuffanlage wurde ab dem Krümmer nach hinten hitzeisoliert und der Tank neu versiegelt.
Das Fahrwerk wurde selbstverständlich ebenfalls in allen Komponenten überarbeitet. Die Achsen vorn/hinten wurden komplett zerlegt und überholt. Ebenso die Radlager, Spurstangen, Federung (Blattfedern sandgestrahlt), Dämpfer sowie die Lenkung. Sämtliche Verschleißteile sind erneuert worden. Die Bremsanlage wurde zum überwiegenden Teil ebenfalls erneuert inklusive Kolben, Scheiben, Beläge, Leitungen, Bremskraftverstärker, Bremszylinder und Flüssigkeitsbehälter. Zudem hat der Wagen neue Kreuzspeichenfelgen in schwarzer Lackierung mit Zentralverschlüssen erhalten, die dem Wagen ausgezeichnet stehen. Im Zuge der Restaurierung wurde die Lenkung von rechts auf links umgerüstet.
Der Innenraum hat eine umfassende Überarbeitung von einem Sattlerbetrieb erhalten. Dabei wurden Sitze und Rücksitzbank, Türverkleidungen und Armaturenkonsole neu mit Leder bezogen, die hochwertige Armaturentafel neu furniert und die Instrumente überholt. Der Teppich im Innen- und Kofferraum wurde ersetzt und der Dachhimmel erneuert. Zudem wurden Sicherheitsgurte nachgerüstet und sogar eine Sitzheizung verbaut für kühlere Tage. Dafür wurde auch die Heizung überarbeitet. Darüber hinaus wurde die Elektrik vollständig überholt. Dazu zählen ein neu angefertigter Kabelbaum, die Überholung bzw. Teilerneuerung der Lichtanlage und Innenbeleuchtung sowie aller elektrischer Aggregate.
Die Arbeiten erstreckten sich über den Zeitraum 2007 bis 2011 und die Kosten beliefen sich auf über 150.000 EUR. Im Zuge dieser aufwendigen Maßnahmen wurde der Grand Tourer in einen besonders attraktiven und hochwertigen technischen Zustand versetzt. Dies verleiht ihm eine mondäne Note und sorgt zugleich für deutlich bessere Alltagstauglichkeit und Fahrfreude. So unterscheidet sich dieser Jensen C-V8 Mk III deutlich von anderen Exemplaren als ein echtes Ausnahme-Exemplar. Angesichts der Stückzahlen ist er ohnehin eine exklusive Erscheinung und wird aufgrund seiner britischen Extravaganz stets Aufmerksam erzeugen.
Modellgeschichte
Der Jensen C-V8 ist eines der bedeutendsten Modelle des britischen Automobilherstellers Jensen Motors, der bereits 1935 von den Brüdern Alan und Richard Jensen vornehmlich als Karosseriebauer gegründet wurde. Die Jensen C-V8 Baureihe war ein klassisches Gran Turismo Coupé und wurde von 1962 bis 1966 gefertigt. Die Unterschiede zum Vorgänger 541 vielen deutlich aus – vor allem motorseitig durch das „Upgrade“ vom 6-Zylinder hin zum 8-Zylinder sowie dem erhöhten Komfort für die Insassen und einer reiferen Karosserieform.
Die vom Jensen-Chefdesigner Eric Neale stammende Karosserie war für damalige Verhältnisse futuristisch und hatte einige typisch britische extravagante Details. Sie bestand wie beim Vorgänger aus glasfaserverstärktem Kunststoff, ein Werkstoff für den die Jensen-Brüder eine große Zukunft sahen. Eine absolute Besonderheit dieses Autos ist seine auffällige Frontpartie mit vier asymmetrisch angeordneten Frontscheinwerfern. Sie verleiht dem Jensen C-V8 ein einzigartiges Erscheinungsbild und einen hohen Wiedererkennungswert.
Ein großer Vorteil des C-V8 ist die Antriebstechnik unter der markanten Motorhaube. Es ist keine kapriziöse britische Eigenkonstruktion, sondern ein robuster, großvolumiger V8 nebst passendem Getriebe aus der Großserie von Chrysler. Die kraftvollen Big-Block-Motoren mit Hubraum von 5,9 bis 6,3 Liter und einer Leistung von 320 bis 335 PS schenken dem Grand Tourer nicht nur herausragende Fahrleistungen, sondern auch eine für diese exklusive Fahrzeugklasse hohe Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit.
Der C-V8 wurde in drei Versionen modifiziert: Mk I, Mk II und Mk III. In Abgrenzung zum Mk I und Mk II, bei denen die Scheinwerfereinfassungen noch verchromt waren, hatten die nun gleich großen Scheinwerfern des Mk III keinen Chromrahmen. Beim Mk III erfuhr insbesondere auch der Innenraum eine Aufwertung: Das Armaturenbrett aus echtem Walnussholz kehrte zum klassischen britischen Luxus zurück. Technisch verfügte er C-V8 Mk III über ein Dual-Circuit-Bremssystem mit einem zusätzlichen Bremskreis, der die Sicherheit und Fahrstabilität erhöhte. Der Mk III war der schnellste 2+2-Sitzer seiner Zeit. Die Beschleunigung von 0-100 Km/h war schneller als jedes der Konkurrenzmodelle von Aston Martin oder Jaguar und entsprachen der eines Lamborghini Miura (6,7 Sekunden). Die Fachpresse beschrieb den C-V8 deswegen als „The Gentleman’s Dragster“.
Rückblickend wird der CV8 Mk III als Meilenstein für Jensen Motors angesehen, da er die Brücke zwischen klassischem britischem Handwerk und moderner Oberklasse schlug. Exklusiv blieb er ohnehin. In den vier Jahren Bauzeit wurde etwa 500 Exemplare gefertigt, davon 181 als Mk III.
Dieses Fahrzeug
Dieser Jensen C-V8 ist ein Modell der letzten Serie (Mk III) aus dem Jahr 1966. Das originale Farbschema war dunkelblau mit einem Leder-Interieur in grau. Heute trägt der Wagen die Farbe „California Sage“ (hellgrün-metallic) mit einem Leder-Interieur in schwarz. Diese äußerst mondäne Lackierung wurde nur 15-mal bei allen 500 produzierten C-V8 Exemplaren ausgeliefert.
Ursprüngliche war dieses Exemplar für den Export in die USA vorgesehen, verblieb dann jedoch als Werkswagen bei Jensen Motors in West Bromwich. Danach übernahm der Jensen Enthusiast Lord Strathcarron den Wagen und behielt ihn bis 1983. Im Jahr 1986 gelangte der C-V8 über eine Auktion nach Belgien, wo er bis 1993 verblieb. Von dort wurde er nach Deutschland verkauft. Zuerst an einen Besitzer (Name bekannt) in Kiel und 1998 an eine Eigentümerin (Name bekannt) in der Nähe von Hamburg. Ein Jahr später erwarb der aktuelle Besitzer in Hamburg den Jensen C-V8 und ergänzte damit seine Sammlung britischer Klassiker.
Wenige Jahre später entschloss er sich, den Jensen umfassend zu restaurieren und in einen hochwertigen technischen und optischen Zustand zu versetzen. Dazu wurde die Karosserie vom Fahrgestell getrennt und die Komponenten sorgfältig einzeln bearbeitet. Die Kunststoffkarosserie wurde vom alten Lack befreit und in acht Schichten in „California Sage“ neu aufgebaut sowie die Karosseriedichtungen und Verglasung ersetzt. Die Aluminium-Türen wurden zerlegt und überholt (inkl. Schlösser und Fenstermechanik), die Chrom- und Anbauteile aufbereitet oder erneuert, der Unterboden eisgestrahlt und versiegelt und alle Hohlräume rostgeschützt. Einige Teile des Stahlbodens wurden erneuert und der Boden neu lackiert. Ebenso der Fahrzeugrahmen.
Der originale Motor („Matching Numbers“) wurde zerlegt und aufwendig überholt, die Zylinder auf Übermaß gehont und Hochleistungskolben verbaut. Der Leichtmetallzylinderkopf wurde mit anderen Ventilen und anderer Nockenwelle versehen. Durch einen geänderten Ansaugtrakt und eine angepasste Vergaseranlage wurde zugleich die Leistung auf ca. 365 PS gesteigert. Das Getriebe und Differential, die Kardanwelle sowie die Nebenaggregate (Lichtmaschine, Benzinpumpe, Lenk-Servo, Verteiler) und der Kühler (mit Hochleistungs-Ventilatoren) wurden überholt. Zur Schonung der Aggregate wurden ein Ölkühler, Getriebeölkühler, Servoölkühler und Kraftstoffölkühler nachgerüstet, was die Nutzbarkeit des Autos deutlich erhöht. Die Edelstahl-Auspuffanlage wurde ab dem Krümmer nach hinten hitzeisoliert und der Tank neu versiegelt.
Das Fahrwerk wurde selbstverständlich ebenfalls in allen Komponenten überarbeitet. Die Achsen vorn/hinten wurden komplett zerlegt und überholt. Ebenso die Radlager, Spurstangen, Federung (Blattfedern sandgestrahlt), Dämpfer sowie die Lenkung. Sämtliche Verschleißteile sind erneuert worden. Die Bremsanlage wurde zum überwiegenden Teil ebenfalls erneuert inklusive Kolben, Scheiben, Beläge, Leitungen, Bremskraftverstärker, Bremszylinder und Flüssigkeitsbehälter. Zudem hat der Wagen neue Kreuzspeichenfelgen in schwarzer Lackierung mit Zentralverschlüssen erhalten, die dem Wagen ausgezeichnet stehen. Im Zuge der Restaurierung wurde die Lenkung von rechts auf links umgerüstet.
Der Innenraum hat eine umfassende Überarbeitung von einem Sattlerbetrieb erhalten. Dabei wurden Sitze und Rücksitzbank, Türverkleidungen und Armaturenkonsole neu mit Leder bezogen, die hochwertige Armaturentafel neu furniert und die Instrumente überholt. Der Teppich im Innen- und Kofferraum wurde ersetzt und der Dachhimmel erneuert. Zudem wurden Sicherheitsgurte nachgerüstet und sogar eine Sitzheizung verbaut für kühlere Tage. Dafür wurde auch die Heizung überarbeitet. Darüber hinaus wurde die Elektrik vollständig überholt. Dazu zählen ein neu angefertigter Kabelbaum, die Überholung bzw. Teilerneuerung der Lichtanlage und Innenbeleuchtung sowie aller elektrischer Aggregate.
Die Arbeiten erstreckten sich über den Zeitraum 2007 bis 2011 und die Kosten beliefen sich auf über 150.000 EUR. Im Zuge dieser aufwendigen Maßnahmen wurde der Grand Tourer in einen besonders attraktiven und hochwertigen technischen Zustand versetzt. Dies verleiht ihm eine mondäne Note und sorgt zugleich für deutlich bessere Alltagstauglichkeit und Fahrfreude. So unterscheidet sich dieser Jensen C-V8 Mk III deutlich von anderen Exemplaren als ein echtes Ausnahme-Exemplar. Angesichts der Stückzahlen ist er ohnehin eine exklusive Erscheinung und wird aufgrund seiner britischen Extravaganz stets Aufmerksam erzeugen.
Modellgeschichte
Der Jensen C-V8 ist eines der bedeutendsten Modelle des britischen Automobilherstellers Jensen Motors, der bereits 1935 von den Brüdern Alan und Richard Jensen vornehmlich als Karosseriebauer gegründet wurde. Die Jensen C-V8 Baureihe war ein klassisches Gran Turismo Coupé und wurde von 1962 bis 1966 gefertigt. Die Unterschiede zum Vorgänger 541 vielen deutlich aus – vor allem motorseitig durch das „Upgrade“ vom 6-Zylinder hin zum 8-Zylinder sowie dem erhöhten Komfort für die Insassen und einer reiferen Karosserieform.
Die vom Jensen-Chefdesigner Eric Neale stammende Karosserie war für damalige Verhältnisse futuristisch und hatte einige typisch britische extravagante Details. Sie bestand wie beim Vorgänger aus glasfaserverstärktem Kunststoff, ein Werkstoff für den die Jensen-Brüder eine große Zukunft sahen. Eine absolute Besonderheit dieses Autos ist seine auffällige Frontpartie mit vier asymmetrisch angeordneten Frontscheinwerfern. Sie verleiht dem Jensen C-V8 ein einzigartiges Erscheinungsbild und einen hohen Wiedererkennungswert.
Ein großer Vorteil des C-V8 ist die Antriebstechnik unter der markanten Motorhaube. Es ist keine kapriziöse britische Eigenkonstruktion, sondern ein robuster, großvolumiger V8 nebst passendem Getriebe aus der Großserie von Chrysler. Die kraftvollen Big-Block-Motoren mit Hubraum von 5,9 bis 6,3 Liter und einer Leistung von 320 bis 335 PS schenken dem Grand Tourer nicht nur herausragende Fahrleistungen, sondern auch eine für diese exklusive Fahrzeugklasse hohe Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit.
Der C-V8 wurde in drei Versionen modifiziert: Mk I, Mk II und Mk III. In Abgrenzung zum Mk I und Mk II, bei denen die Scheinwerfereinfassungen noch verchromt waren, hatten die nun gleich großen Scheinwerfern des Mk III keinen Chromrahmen. Beim Mk III erfuhr insbesondere auch der Innenraum eine Aufwertung: Das Armaturenbrett aus echtem Walnussholz kehrte zum klassischen britischen Luxus zurück. Technisch verfügte er C-V8 Mk III über ein Dual-Circuit-Bremssystem mit einem zusätzlichen Bremskreis, der die Sicherheit und Fahrstabilität erhöhte. Der Mk III war der schnellste 2+2-Sitzer seiner Zeit. Die Beschleunigung von 0-100 Km/h war schneller als jedes der Konkurrenzmodelle von Aston Martin oder Jaguar und entsprachen der eines Lamborghini Miura (6,7 Sekunden). Die Fachpresse beschrieb den C-V8 deswegen als „The Gentleman’s Dragster“.
Rückblickend wird der CV8 Mk III als Meilenstein für Jensen Motors angesehen, da er die Brücke zwischen klassischem britischem Handwerk und moderner Oberklasse schlug. Exklusiv blieb er ohnehin. In den vier Jahren Bauzeit wurde etwa 500 Exemplare gefertigt, davon 181 als Mk III.
