Horch 853 Sport Cabriolet Serie 1
Highlights
Daten & Fakten
Dieses Fahrzeug
Mit Horch 853 Modellen hat Eberhard Thiesen eine langjährige tiefe Verbundenheit: Im Zuge der Suche nach Oldtimern in der damaligen Sowjetunion zwischen 1985 und 1995 entdeckte er insgesamt 15 Horch 853 und holte sie wieder nach Deutschland zurück. Dies führte dazu, dass er eine spezialisierte Werkstatt für diese Wagen aufbaute um eine Reihe von 853 Exemplaren komplett restaurieren zu lassen. So wurde im Laufe der Jahre eine umfassende Expertise und Erfahrung zu diesem Modell erworben.
Auch dieses Exemplar eines Horch 853 von 1937 wurde von Eberhard Thiesen Anfang der 1990er Jahre in Russland in einem von Mangelwirtschaft gezeichnetem aber weitgehend kompletten Zustand entdeckt und nach Deutschland importiert. Unter seiner Regie wurde der Wagen in einem eigenen Werkstattbetrieb und mit Hilfe anderer spezialisierter Fachbetriebe über einen Zeitraum von vier Jahren komplett restauriert und detailgetreu aufgebaut. Hierbei wurden alle Baugruppen und jedes Teil entweder überholt oder erneuert.
Die Karosserie erhielt einen neuen Holzrahmen als tragendes Element und die Bleche wurden aufwendig instandgesetzt. Diese Arbeiten erfolgten bei der Firma Malmquist in Schweden. So zeichnet sich dieses Exemplar damals wie heute durch hervorragende Passgenauigkeit der Karosserie und des Chromzierrates aus. Die Überholung und Instandsetzung des Motors übernahm die Firma Gebrüder Heise Motoreninstandsetzung in Norddeutschland. Der Wagen erhielt eine äußerst attraktive und zeitgenössische zweifarbige Lackierung in schwarz und silbergrau-metallic mit einem schwarzem Leder-Interieur sowie schwarzem Verdeck.
Im Anschluss an die Restaurierung wurde das Sport Cabriolet an einen der renommiertesten deutschen Sammler verkauft. Viele Jahre später wechselte der Horch zu einem weiteren Sammler in Nordeuropa. Anfang 2016 erwarb Eberhard Thiesen den exzellent erhaltenen Wagen zurück und veräußerte ihn an einen Sammler in Norddeutschland. Im Jahr 2019 gelangte der Horch – wieder über Eberhard Thiesen – an seinen aktuellen Besitzer in Süddeutschland, der ihn in seine Sammlung mit verschiedenen Mercedes Kompressor-Modellen integrierte.
Dieses Modell der 1. Serie besticht im Vergleich zu den zwei nachfolgenden Versionen durch einige sehr attraktive Merkmale: die ersichtlich längere Motorhaube; die niedrige und ausstellbare Windschutzscheibenanlage, die niedrigere Dachlinie (beim 853 A sieht das Verdeck aus wie ein Ballon); die wunderschönen goldenen Instrumente anstatt schwarzer Armaturen sowie der messing-verchromte Zierrat, der ab Mitte 1937 nur noch aus Aluminium bestand.
Die makellose Karosserie, das exzellente Interieur und einwandfreie Technik sprechen für sich und dürften einmalig sein. Der Wagen überzeugt mit hervorragenden Fahreigenschaften und einem erstklassigen Motorlauf. Die Lederpolsterung und die polierten Edelhölzer sowie die vielen feinen Details außen wie innen sind ohnehin eine pure Augenweise. Hier bietet sich die extrem seltene Gelegenheit ein besonderes Horch 853 Sport Cabriolet in einem nahezu neuwertigen Sammlerzustand zu erwerben.
Modellgeschichte
Der Horch 850 mit seinen Modellvarianten 853 / 853A Sport Cabriolet wurde 1935 als Nachfolger des Horch 8 vorgestellt. Dessen Motor war bereits 1926 Deutschlands erster serienmäßiger Reihen-8-Zylinder und galt bei seiner Präsentation als Sensation.
Den Antrieb in den 850er Modellen übernahm stets ein Achtzylinder-Reihenmotor mit 5 Litern Hubraum, der zuerst 100 PS leistete. Die obenliegende Nockenwelle wurde über eine Königswelle angetrieben. Dank einer geänderten Nockenwelle und dem von 5,8 auf 6,1:1 erhöhten Verdichtungsverhältnis stieg 1937 die Motorleistung der 853er auf 120 PS. Die Kraftübertragung übernahm ein Vierganggetriebe mit Mittelschaltung, das optional mit Autobahn-Ferngang (Overdrive) erhältlich war. Für die Verzögerung sorgten Trommelbremsen mit hydraulischer Betätigung („Öldruckbremse“) und Bosch-Dewandre-Saugluftunterstützung (Servobremse).
Das zweitürige 853 Sport Cabriolet (bis 1936 offiziell „850 Sport“) hatte 25 cm weniger Radstand als die viertürigen Limousinen/Cabriolets und verfügte abweichend über eine hintere „Doppelgelenkachse“ (De-Dion-Achse) anstelle der Starrachse. Das ab 1937 offiziell Horch 853 genannte Sport-Cabriolet hatte ebenfalls das 120 PS Aggregat und nochmals 5 cm weniger Radstand (3,45 m) als sein Vorgänger.
Für das Modelljahr 1938 erschien das modifizierte Modell 853 A, das nun serienmäßig das ZF-Getriebe mit Autobahn-Ferngang (Typ AK4S) erhielt. Die Karosserien des Sport Cabriolets wurden wie die Pullman-Limousinen bei Horch selbst gefertigt.
Das 853/853A Sport Cabriolet ist heute das bekannteste und begehrteste Horch-Modell und einer der exklusivsten deutschen Vorkriegswagen, der auf den prächtigen Boulevards der Großstädte einen repräsentativen und bei Überlandfahrten einen komfortablen Eindruck machte. Die Marke Horch galt zusammen mit Mercedes Benz und Maybach als Gradmesser deutscher Automobilbaukunst und war neben diesen das bevorzugte Automobil der Oberschicht. Viele wohlhabende und prominente Persönlichkeiten kauften einen Horch weniger um aufzufallen oder um sich Geltung zu verschaffen, sondern weil ihre Haltung eher dem heutigen Begriff des Understatements entsprach. Vom Horch 850/853 Sport Cabriolet entstanden von 1935 bis 1939 etwa 1.000 Exemplare, davon 627 Einheiten des Models 853 der Serie 1 und 2 (von 1935 bis 1937)
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Mit Horch 853 Modellen hat Eberhard Thiesen eine langjährige tiefe Verbundenheit: Im Zuge der Suche nach Oldtimern in der damaligen Sowjetunion zwischen 1985 und 1995 entdeckte er insgesamt 15 Horch 853 und holte sie wieder nach Deutschland zurück. Dies führte dazu, dass er eine spezialisierte Werkstatt für diese Wagen aufbaute um eine Reihe von 853 Exemplaren komplett restaurieren zu lassen. So wurde im Laufe der Jahre eine umfassende Expertise und Erfahrung zu diesem Modell erworben.
Auch dieses Exemplar eines Horch 853 von 1937 wurde von Eberhard Thiesen Anfang der 1990er Jahre in Russland in einem von Mangelwirtschaft gezeichnetem aber weitgehend kompletten Zustand entdeckt und nach Deutschland importiert. Unter seiner Regie wurde der Wagen in einem eigenen Werkstattbetrieb und mit Hilfe anderer spezialisierter Fachbetriebe über einen Zeitraum von vier Jahren komplett restauriert und detailgetreu aufgebaut. Hierbei wurden alle Baugruppen und jedes Teil entweder überholt oder erneuert.
Die Karosserie erhielt einen neuen Holzrahmen als tragendes Element und die Bleche wurden aufwendig instandgesetzt. Diese Arbeiten erfolgten bei der Firma Malmquist in Schweden. So zeichnet sich dieses Exemplar damals wie heute durch hervorragende Passgenauigkeit der Karosserie und des Chromzierrates aus. Die Überholung und Instandsetzung des Motors übernahm die Firma Gebrüder Heise Motoreninstandsetzung in Norddeutschland. Der Wagen erhielt eine äußerst attraktive und zeitgenössische zweifarbige Lackierung in schwarz und silbergrau-metallic mit einem schwarzem Leder-Interieur sowie schwarzem Verdeck.
Im Anschluss an die Restaurierung wurde das Sport Cabriolet an einen der renommiertesten deutschen Sammler verkauft. Viele Jahre später wechselte der Horch zu einem weiteren Sammler in Nordeuropa. Anfang 2016 erwarb Eberhard Thiesen den exzellent erhaltenen Wagen zurück und veräußerte ihn an einen Sammler in Norddeutschland. Im Jahr 2019 gelangte der Horch – wieder über Eberhard Thiesen – an seinen aktuellen Besitzer in Süddeutschland, der ihn in seine Sammlung mit verschiedenen Mercedes Kompressor-Modellen integrierte.
Dieses Modell der 1. Serie besticht im Vergleich zu den zwei nachfolgenden Versionen durch einige sehr attraktive Merkmale: die ersichtlich längere Motorhaube; die niedrige und ausstellbare Windschutzscheibenanlage, die niedrigere Dachlinie (beim 853 A sieht das Verdeck aus wie ein Ballon); die wunderschönen goldenen Instrumente anstatt schwarzer Armaturen sowie der messing-verchromte Zierrat, der ab Mitte 1937 nur noch aus Aluminium bestand.
Die makellose Karosserie, das exzellente Interieur und einwandfreie Technik sprechen für sich und dürften einmalig sein. Der Wagen überzeugt mit hervorragenden Fahreigenschaften und einem erstklassigen Motorlauf. Die Lederpolsterung und die polierten Edelhölzer sowie die vielen feinen Details außen wie innen sind ohnehin eine pure Augenweise. Hier bietet sich die extrem seltene Gelegenheit ein besonderes Horch 853 Sport Cabriolet in einem nahezu neuwertigen Sammlerzustand zu erwerben.
Modellgeschichte
Der Horch 850 mit seinen Modellvarianten 853 / 853A Sport Cabriolet wurde 1935 als Nachfolger des Horch 8 vorgestellt. Dessen Motor war bereits 1926 Deutschlands erster serienmäßiger Reihen-8-Zylinder und galt bei seiner Präsentation als Sensation.
Den Antrieb in den 850er Modellen übernahm stets ein Achtzylinder-Reihenmotor mit 5 Litern Hubraum, der zuerst 100 PS leistete. Die obenliegende Nockenwelle wurde über eine Königswelle angetrieben. Dank einer geänderten Nockenwelle und dem von 5,8 auf 6,1:1 erhöhten Verdichtungsverhältnis stieg 1937 die Motorleistung der 853er auf 120 PS. Die Kraftübertragung übernahm ein Vierganggetriebe mit Mittelschaltung, das optional mit Autobahn-Ferngang (Overdrive) erhältlich war. Für die Verzögerung sorgten Trommelbremsen mit hydraulischer Betätigung („Öldruckbremse“) und Bosch-Dewandre-Saugluftunterstützung (Servobremse).
Das zweitürige 853 Sport Cabriolet (bis 1936 offiziell „850 Sport“) hatte 25 cm weniger Radstand als die viertürigen Limousinen/Cabriolets und verfügte abweichend über eine hintere „Doppelgelenkachse“ (De-Dion-Achse) anstelle der Starrachse. Das ab 1937 offiziell Horch 853 genannte Sport-Cabriolet hatte ebenfalls das 120 PS Aggregat und nochmals 5 cm weniger Radstand (3,45 m) als sein Vorgänger. Für das Modelljahr 1938 erschien das modifizierte Modell 853 A, das nun serienmäßig das ZF-Getriebe mit Autobahn-Ferngang (Typ AK4S) erhielt. Die Karosserien des Sport Cabriolets wurden wie die Pullman-Limousinen bei Horch selbst gefertigt.
Das 853/853A Sport Cabriolet ist heute das bekannteste und begehrteste Horch-Modell und einer der exklusivsten deutschen Vorkriegswagen, der auf den prächtigen Boulevards der Großstädte einen repräsentativen und bei Überlandfahrten einen komfortablen Eindruck machte. Die Marke Horch galt zusammen mit Mercedes Benz und Maybach als Gradmesser deutscher Automobilbaukunst und war neben diesen das bevorzugte Automobil der Oberschicht. Viele wohlhabende und prominente Persönlichkeiten kauften einen Horch weniger um aufzufallen oder um sich Geltung zu verschaffen, sondern weil ihre Haltung eher dem heutigen Begriff des Understatements entsprach. Vom Horch 850/853 Sport Cabriolet entstanden von 1935 bis 1939 etwa 1.000 Exemplare, davon 627 Einheiten des Models 853 der Serie 1 und 2 (von 1935 bis 1937)
