1936

Mercedes-Benz 540 K Autobahnkurier

Highlights

Originales Mercedes-Benz 540 K Fahrgestell aus dem Jahr 1936

Originaler Mercedes-Benz 540 K Motor

Edles Interieur in hellbraunem Leder, Armaturentafel in Wurzelholz mit Instrumentenfeld in Perlmutt-Optik

Karosserie im Stil des legendären Autobahnkuriers, 2005 – 2007 vom Kompressorwagen-Spezialisten Rudolf Wagner in Landshut neu aufgebaut

Formgebung auf Grundlage der Vermessung eines erhaltenen Original-Autobahnkuriers

Kein reines Ausstellungsstück: regelmäßig bewegt, gut eingefahren und durchgängig gewartet

Daten & Fakten

Baujahr: 1936 (Fahrgestell)

Stückzahl: 540 K: 419 Fahrgestelle (1936 – 1939); Autobahnkurier: sechs Originale auf 500 K und 540 K

Farbkombination: Schwarz, Leder-Interieur hellbraun, Armaturentafel Wurzelholz

Laufleistung (abgelesen): 13.300 km

Motor: Achtzylinder-Reihenmotor, wassergekühlt, hängende Ventile, Roots-Kompressor (zuschaltbar), Steigstromvergaser

Hubraum/Leistung: 5.401 ccm, 115 PS, mit Kompressor 180 PS bei 3.400 U/min.

Getriebe: Manuell, 4-Gang, Mittelschaltung

Bremsen: Trommeln vorn und hinten, hydraulisch betätigt, mit Unterdruck-Bremskraftverstärker

Nettogewicht: ca. 2.460 kg (lt. FIVA-Identitätskarte)

Höchstgeschwindigkeit: ca. 170 km/h (Werksangabe 540 K)

Ausstattung: Speichenräder mit Zentralverschluss, verkleidete Hinterräder, Reserverad im Heck, passender Gepäckkoffer, zusätzliche elektrische Benzinpumpe

Dokumente: deutsche Zulassung mit H-Kennzeichen, FIVA-Identitätskarte (2012)

Preis: Auf Anfrage (MwSt. nicht ausweisbar)

Dieses Fahrzeug

Eine der spektakulärsten Karosserieformen der Mercedes-Benz Vorkriegsgeschichte

Der Mercedes-Benz Autobahnkurier gehört zweifellos zu den außergewöhnlichsten und faszinierendsten Automobilen der Vorkriegszeit. Seine einzigartige, stromlinienförmige Coupé-Karosserie sorgte bereits in den frühen 1930er-Jahren für großes Aufsehen. Neben dem legendären Spezial Roadster zählt der Autobahnkurier bis heute zu den spektakulärsten Karosserieformen, die Mercedes-Benz in der Vorkriegszeit hervorgebracht hat.

Ursprünglich entstanden lediglich sechs Exemplare, darunter vier Fahrzeuge auf Basis des Mercedes-Benz 500 K und zwei auf Basis des 540 K. Nach heutigem Kenntnisstand haben weltweit nur zwei Fahrzeuge im Original überlebt. Eines befindet sich in der renommierten Sammlung von Arturo Keller, das andere in einem Museum in Teheran. Beide Automobile gelten als unverkäuflich und gehören damit zu den seltensten und begehrenswertesten Zeugnissen deutscher Automobilbaukunst.

Vor rund 20 Jahren ließ die Firma Wagner zwei ihrer Mitarbeiter eigens nach Teheran reisen, um den dort erhaltenen originalen Autobahnkurier umfassend zu dokumentieren. Das Fahrzeug wurde bis auf den Millimeter genau vermessen, um einen möglichst authentischen Wiederaufbau zu ermöglichen.

Der anschließende Wiederaufbau nahm ein paar Jahre in Anspruch. Das Ergebnis ist ein Automobil, das in seiner Erscheinung praktisch nicht von einem Original zu unterscheiden ist. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass als technische Grundlage ein originales Mercedes-Benz 540 K Chassis verwendet wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen aufwendig rekonstruierten Automobilen ist dieser Autobahnkurier keineswegs nur ein Ausstellungsstück. Das Fahrzeug wurde über die Jahre regelmäßig bewegt, ist wunderbar eingefahren und wurde durchgängig gewartet. Damit verbindet es seine außergewöhnliche historische Erscheinung mit der Möglichkeit, die Faszination eines solchen Automobils tatsächlich auf der Straße zu erleben.

Welchen Stellenwert der Autobahnkurier in der internationalen Sammlerszene genießt, zeigte sich eindrucksvoll durch gleich zwei bedeutende Auszeichnungen: 2019 wurde der originale Mercedes-Benz Autobahnkurier aus der Sammlung von Arturo Keller beim Amelia Island Concours d’Elegance mit dem Titel „Best of Show“ ausgezeichnet. 2021 folgte der prestigeträchtige „Best of Show“-Sieg beim weltberühmten Pebble Beach Concours d’Elegance – eine Sensation und eine der höchsten Auszeichnungen, die ein historisches Automobil überhaupt erhalten kann.

Bemerkenswert ist darüber hinaus die besondere Stellung außergewöhnlich gestalteter Coupés im internationalen Sammlermarkt. Automobile wie der Bugatti Type 57 SC Atlantic oder der Talbot-Lago Teardrop Coupé zeigen, dass besonders seltene und spektakulär gestaltete geschlossene Karosserievarianten durchaus höhere Werte erzielen können als offene Fahrzeuge. Entscheidend sind dabei nicht allein die Seltenheit, sondern vor allem die Einzigartigkeit der Formgebung, die historische Bedeutung und die besondere Ausstrahlung des jeweiligen Automobils.

Vor diesem Hintergrund lässt sich der außergewöhnliche Stellenwert des Mercedes-Benz Autobahnkuriers besonders gut einordnen. Sollte eines der beiden erhaltenen Originalfahrzeuge jemals auf den Markt kommen, wäre durchaus vorstellbar, dass es einen neuen Preisrekord erzielen würde.

Der hier angebotene Mercedes-Benz 540 K Autobahnkurier dürfte dagegen nur ein Bruchteil des hypothetischen Wertes eines Originals kosten. Er bietet damit die seltene Gelegenheit, eines der faszinierendsten Kapitel der Mercedes-Benz Vorkriegsgeschichte in nahezu originalgetreuer Gestalt zu besitzen und tatsächlich zu erfahren. Mit seiner unverwechselbaren Stromlinienkarosserie, seinem originalen 540 K Chassis und der außergewöhnlich aufwendigen, fünfjährigen Rekonstruktion verkörpert dieser Autobahnkurier eine automobile Ästhetik, die bis heute ihresgleichen sucht.

Neben dem Mercedes-Benz Spezial Roadster gehört der Autobahnkurier zweifellos zu den eindrucksvollsten und spektakulärsten Schöpfungen der Mercedes-Benz Vorkriegsära.

Modellgeschichte

Mit dem 500 K präsentierte Mercedes-Benz 1934 auf der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin den Nachfolger des 380. Der Achtzylinder-Reihenmotor mit fünf Litern Hubraum leistete 100 PS; bei voll durchgetretenem Gaspedal wurde ein Roots-Kompressor zugeschaltet, der die Leistung auf 160 PS anhob. Ebenso fortschrittlich war das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung rundum – Doppelquerlenker vorn, Zweigelenk-Pendelachse hinten, Schraubenfedern an allen vier Rädern – sowie hydraulischen Bremsen mit Unterdruckunterstützung.

Ende April 1936 wurde der Motor auf 5,4 Liter vergrößert. Mit 115 PS, beziehungsweise 180 PS bei zugeschaltetem Kompressor, erreichte der neue Typ rund 170 km/h. Die Bezeichnung 540 K erschien im Herbst 1936; offiziell vorgestellt wurde das Modell auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober 1936. Bis November 1939 entstanden insgesamt 761 Fahrgestelle der Baureihe W 29 – 342 als 500 K und 419 als 540 K. Die große Mehrheit von 691 Fahrzeugen erhielt ihre Karosserie im Werk Sindelfingen, dessen Sonderwagenbau unter Hermann Ahrens für seine Formgebung und Verarbeitungsqualität berühmt war.

Angeboten wurde der W 29 als Limousine und Tourenwagen, vor allem aber in offenen Karosserieformen – als Cabriolet A, B und C sowie als Roadster. Ab Herbst 1934 ergänzte der Spezial-Roadster das Programm; seine im Oktober 1935 vorgestellte überarbeitete Ausführung war mit 28.000 Reichsmark die teuerste Variante der Baureihe. Geschlossene Coupé-Aufbauten entstanden dagegen nur in sehr kleiner Zahl.

Eine Sonderstellung nahm der Autobahnkurier ein. Bereits auf der Berliner Ausstellung von 1934 wurde das stromlinienförmige Coupé zur Attraktion des Mercedes-Benz Standes. Entworfen im Sindelfinger Sonderwagenbau unter Hermann Ahrens, war es ausdrücklich für besonders hohe Geschwindigkeiten auf den neuen Autobahnen ausgelegt. Technische Basis war das Fahrgestell mit nach hinten versetztem Motor, bei dem Kühler, Motor, Getriebe, Lenkung und Sitze um mehr als zehn Zentimeter nach hinten rückten – die Voraussetzung für die lange Motorhaube und die gestreckten Proportionen. Die tropfenförmig abfallende Dachlinie und die vollständig verkleideten Hinterräder verbanden die Eleganz des Sindelfinger Karosseriebaus mit den damals jüngsten Erkenntnissen der Aerodynamik.

Im Februar 1937 verschwand der Autobahnkurier aus der Preisliste, blieb aber auf besonderen Kundenwunsch weiterhin erhältlich – noch 1938 entstand ein Exemplar auf dem Fahrgestell des 540 K. Im November 1939 endete die Fertigung der Baureihe W 29.

Dieses Fahrzeug

Eine der spektakulärsten Karosserieformen der Mercedes-Benz Vorkriegsgeschichte

Der Mercedes-Benz Autobahnkurier gehört zweifellos zu den außergewöhnlichsten und faszinierendsten Automobilen der Vorkriegszeit. Seine einzigartige, stromlinienförmige Coupé-Karosserie sorgte bereits in den frühen 1930er-Jahren für großes Aufsehen. Neben dem legendären Spezial Roadster zählt der Autobahnkurier bis heute zu den spektakulärsten Karosserieformen, die Mercedes-Benz in der Vorkriegszeit hervorgebracht hat.

Ursprünglich entstanden lediglich sechs Exemplare, darunter vier Fahrzeuge auf Basis des Mercedes-Benz 500 K und zwei auf Basis des 540 K. Nach heutigem Kenntnisstand haben weltweit nur zwei Fahrzeuge im Original überlebt. Eines befindet sich in der renommierten Sammlung von Arturo Keller, das andere in einem Museum in Teheran. Beide Automobile gelten als unverkäuflich und gehören damit zu den seltensten und begehrenswertesten Zeugnissen deutscher Automobilbaukunst.

Vor rund 20 Jahren ließ die Firma Wagner zwei ihrer Mitarbeiter eigens nach Teheran reisen, um den dort erhaltenen originalen Autobahnkurier umfassend zu dokumentieren. Das Fahrzeug wurde bis auf den Millimeter genau vermessen, um einen möglichst authentischen Wiederaufbau zu ermöglichen.

Der anschließende Wiederaufbau nahm ein paar Jahre in Anspruch. Das Ergebnis ist ein Automobil, das in seiner Erscheinung praktisch nicht von einem Original zu unterscheiden ist. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass als technische Grundlage ein originales Mercedes-Benz 540 K Chassis verwendet wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen aufwendig rekonstruierten Automobilen ist dieser Autobahnkurier keineswegs nur ein Ausstellungsstück. Das Fahrzeug wurde über die Jahre regelmäßig bewegt, ist wunderbar eingefahren und wurde durchgängig gewartet. Damit verbindet es seine außergewöhnliche historische Erscheinung mit der Möglichkeit, die Faszination eines solchen Automobils tatsächlich auf der Straße zu erleben.

Welchen Stellenwert der Autobahnkurier in der internationalen Sammlerszene genießt, zeigte sich eindrucksvoll durch gleich zwei bedeutende Auszeichnungen: 2019 wurde der originale Mercedes-Benz Autobahnkurier aus der Sammlung von Arturo Keller beim Amelia Island Concours d’Elegance mit dem Titel „Best of Show“ ausgezeichnet. 2021 folgte der prestigeträchtige „Best of Show“-Sieg beim weltberühmten Pebble Beach Concours d’Elegance – eine Sensation und eine der höchsten Auszeichnungen, die ein historisches Automobil überhaupt erhalten kann.

Bemerkenswert ist darüber hinaus die besondere Stellung außergewöhnlich gestalteter Coupés im internationalen Sammlermarkt. Automobile wie der Bugatti Type 57 SC Atlantic oder der Talbot-Lago Teardrop Coupé zeigen, dass besonders seltene und spektakulär gestaltete geschlossene Karosserievarianten durchaus höhere Werte erzielen können als offene Fahrzeuge. Entscheidend sind dabei nicht allein die Seltenheit, sondern vor allem die Einzigartigkeit der Formgebung, die historische Bedeutung und die besondere Ausstrahlung des jeweiligen Automobils.

Vor diesem Hintergrund lässt sich der außergewöhnliche Stellenwert des Mercedes-Benz Autobahnkuriers besonders gut einordnen. Sollte eines der beiden erhaltenen Originalfahrzeuge jemals auf den Markt kommen, wäre durchaus vorstellbar, dass es einen neuen Preisrekord erzielen würde.

Der hier angebotene Mercedes-Benz 540 K Autobahnkurier dürfte dagegen nur ein Bruchteil des hypothetischen Wertes eines Originals kosten. Er bietet damit die seltene Gelegenheit, eines der faszinierendsten Kapitel der Mercedes-Benz Vorkriegsgeschichte in nahezu originalgetreuer Gestalt zu besitzen und tatsächlich zu erfahren. Mit seiner unverwechselbaren Stromlinienkarosserie, seinem originalen 540 K Chassis und der außergewöhnlich aufwendigen, fünfjährigen Rekonstruktion verkörpert dieser Autobahnkurier eine automobile Ästhetik, die bis heute ihresgleichen sucht.

Neben dem Mercedes-Benz Spezial Roadster gehört der Autobahnkurier zweifellos zu den eindrucksvollsten und spektakulärsten Schöpfungen der Mercedes-Benz Vorkriegsära.

Modellgeschichte

Mit dem 500 K präsentierte Mercedes-Benz 1934 auf der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin den Nachfolger des 380. Der Achtzylinder-Reihenmotor mit fünf Litern Hubraum leistete 100 PS; bei voll durchgetretenem Gaspedal wurde ein Roots-Kompressor zugeschaltet, der die Leistung auf 160 PS anhob. Ebenso fortschrittlich war das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung rundum – Doppelquerlenker vorn, Zweigelenk-Pendelachse hinten, Schraubenfedern an allen vier Rädern – sowie hydraulischen Bremsen mit Unterdruckunterstützung.

Ende April 1936 wurde der Motor auf 5,4 Liter vergrößert. Mit 115 PS, beziehungsweise 180 PS bei zugeschaltetem Kompressor, erreichte der neue Typ rund 170 km/h. Die Bezeichnung 540 K erschien im Herbst 1936; offiziell vorgestellt wurde das Modell auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober 1936. Bis November 1939 entstanden insgesamt 761 Fahrgestelle der Baureihe W 29 – 342 als 500 K und 419 als 540 K. Die große Mehrheit von 691 Fahrzeugen erhielt ihre Karosserie im Werk Sindelfingen, dessen Sonderwagenbau unter Hermann Ahrens für seine Formgebung und Verarbeitungsqualität berühmt war.

Angeboten wurde der W 29 als Limousine und Tourenwagen, vor allem aber in offenen Karosserieformen – als Cabriolet A, B und C sowie als Roadster. Ab Herbst 1934 ergänzte der Spezial-Roadster das Programm; seine im Oktober 1935 vorgestellte überarbeitete Ausführung war mit 28.000 Reichsmark die teuerste Variante der Baureihe. Geschlossene Coupé-Aufbauten entstanden dagegen nur in sehr kleiner Zahl.

Eine Sonderstellung nahm der Autobahnkurier ein. Bereits auf der Berliner Ausstellung von 1934 wurde das stromlinienförmige Coupé zur Attraktion des Mercedes-Benz Standes. Entworfen im Sindelfinger Sonderwagenbau unter Hermann Ahrens, war es ausdrücklich für besonders hohe Geschwindigkeiten auf den neuen Autobahnen ausgelegt. Technische Basis war das Fahrgestell mit nach hinten versetztem Motor, bei dem Kühler, Motor, Getriebe, Lenkung und Sitze um mehr als zehn Zentimeter nach hinten rückten – die Voraussetzung für die lange Motorhaube und die gestreckten Proportionen. Die tropfenförmig abfallende Dachlinie und die vollständig verkleideten Hinterräder verbanden die Eleganz des Sindelfinger Karosseriebaus mit den damals jüngsten Erkenntnissen der Aerodynamik.

Im Februar 1937 verschwand der Autobahnkurier aus der Preisliste, blieb aber auf besonderen Kundenwunsch weiterhin erhältlich – noch 1938 entstand ein Exemplar auf dem Fahrgestell des 540 K. Im November 1939 endete die Fertigung der Baureihe W 29.